Donnerstag, 15. Oktober 2026

Deutsch-Ukrainische Partnerschaftskonferenz

Vertreter aus Politik, Kommunen und Institutionen trafen sich Anfang Oktober zur 8. Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Berlin. Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Themen Infrastruktur, Stromgeneratoren, Bevölkerungsschutz und kommunale Zusammenarbeit.

Drei Männer (Foto: Stadt Friedrichshafen)
Bei der 8. Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Berlin waren Dieter Stauber, Bürgermeister von Friedrichshafen(links), Ivan Pavlenko, Bürgermeister von Horishni Plavni (Mitte) und Werner Nuber, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Horishni Plavni (rechts) vertreten. (Foto: Stadt Friedrichshafen)

Für Friedrichshafen nahmen Bürgermeister Dieter Stauber und Werner Nuber, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Brücke nach Horishni Plavni, teil. Die ukrainische Partnerstadt wurde durch Bürgermeister Ivan Pavlenko vertreten, der von zunehmenden russischen Drohnen- und Raketenangriffen sowie erheblichen Zerstörungen in der benachbarten Stadt Krementschuk berichtete.

Diesel-Stromgeneratoren für Horishni Plavni
Ein konkretes Vorhaben aus der Konferenz ist die geplante Lieferung von zwei Diesel-Stromgeneratoren an die Häfler Partnerstadt Horishni Plavni. Die Kosten von rund 19.000 Euro sollen – vorbehaltlich der Förderzusage – zu 90 Prozent durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert werden. Den Eigenanteil von zehn Prozent übernimmt der Partnerschaftsverein „Brücke nach Horishni Plavni“.

Bevölkerungsschutz und weitere Partnerschaftsprojekte
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Bevölkerungsschutz. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die ukrainischen „Orte der Unbeugsamkeit“, die bei Luftalarm, Angriffen, Stromausfällen und extremen Witterungsbedingungen, Schutz, Wärme, Strom, Internet und weitere grundlegende Versorgung bieten. Die Erfahrungen der ukrainischen Kommunen stellen auch für deutsche Städte und Landkreise wertvolle Impulse für die Krisenvorsorge dar.

Darüber hinaus informierten sich Stauber und Nuber über weitere Fördermöglichkeiten für kommunale Partnerschaftsprojekte. Auch Jugendbegegnungen, etwa im Rahmen internationaler Fußballturniere, wurden thematisiert.

Zeichen der deutsch-ukrainischen Solidarität
Die Konferenz, die von hochrangigen politischen Beiträgen begleitet wurde, unterstrich die Bedeutung kommunaler Partnerschaften für die Unterstützung der Ukraine und die Zusammenarbeit in Europa. Zu den Rednern gehörten Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin undSenatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev. Am ersten Konferenztag wurde zudem die 300. deutsch-ukrainische Städtepartnerschaft unterzeichnet.

Spenden für Horishni Plavni
Der Verein Brücke nach Horishni Plavni e. V. sammelt Spenden unter anderem für Fahrzeuge und medizinische Hilfsmittel. Spendenkonto: Brücke nach Horishni Plavni e. V., IBAN: DE17 6905 0001 0026 8706 67, Stichwort: Ukraine-Hilfe.