Montag, 15. August 2022

Vorübergehend keine Bürgerbäume bestellbar

Seit fast 20 Jahren werden in Friedrichshafen Bürgerbäume gepflanzt.

Mehr als 800 Bäume – verteilt in der ganzen Stadt – erzählen Geschichten und erinnern an geliebte Menschen. Die Bürgerbäume sind ein großer Erfolg. So groß, dass die Wunschliste inzwischen so lange ist, dass zeitnah keine neuen Bäume gepflanzt werden können. Die Stadtverwaltung kann deshalb aktuell keine neue Bürgerbaum-Anfragen mehr annehmen und arbeitet die vorhandene Wunschliste ab.

„Die Bürgerbäume haben sich in Friedrichshafen etabliert. Ein Bürgerbaum ist eine nachhaltige Erinnerung und gleichzeitig ein Geschenk an alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt“, sagt Erster Bürgermeister Fabian Müller. „Deshalb bedanke ich mich bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich, weil Friedrichshafen durch die Bürgerbäume grüner wird.“

Gespendet werden Bürgerbäume zu den verschiedensten Anlässen, unter anderem zu Hochzeiten, runden Geburtstagen, zur Geburt oder zur Erinnerung an verstorbene Menschen. Oft ist es auch einfach nur der Wunsch, dass Friedrichshafen grüner werden soll.

Genau so verschieden waren bisher auch die Standorte, an denen die Bäume von der Stadt gepflanzt wurden, allen voran in den Grünanlagen der Innenstadt. Deshalb stehen einige Flächen nicht mehr für Bürgerbaumspenden zur Verfügung, wie zum Beispiel die Uferwege, der Alte Friedhof in Hofen oder das Strandbad. Auch entlang der Rotach können zum Beispiel keine Bäume gepflanzt werden, da derzeit noch an einem Hochwasserschutzkonzept gearbeitet wird. Grundsätzlich können Bürgerbäume nur auf städtischen Flächen stehen und der Bestand muss auf Jahrzehnte sichergestellt sein, damit eine lange Freude an den Bürgerbäumen garantiert werden kann.

Andererseits gibt es Flächen, auf denen die Stadt in den nächsten Jahren neue Bäume pflanzen kann. Je nach Baumart bieten sich verschiedene Standorte an, zum Beispiel Straßenbäume und Parkplatzbegrünungen, Grünanlagen um Wohnanlagen im Besitz von Stadt und Zeppelin-Stiftung sowie Feld- und Wanderwege oder Streuobstwiesen. Um die Baumstifterinnen und -stifter und die zu pflanzenden Bäume besser zusammenbringen, arbeitet die Stadtverwaltung an einem neuen Wunschsystem. „Wir wollen versuchen, dass alle Wunschbäume ein passendes Plätzchen finden – vielleicht nicht an einer ganz bestimmten Stelle, dafür dort, wo sie in der Stadt gebraucht werden“, so Müller.