Mittwoch, 09. Juni 2021

Rasenschnitt darf nicht einfach abgekippt werden

Überall in den Gärten sind sie bei sonnigem Wetter zu hören: die Rasenmäher. Durch die feuchte Witterung in den vergangenen Tagen ist der Rasen in den Gärten stark gewachsen.

Wohin also mit dem Rasenschnitt? Es gibt die Möglichkeit, den Rasenschnitt in der Biotonne zu entsorgen oder zur Kompostieranlage zu bringen.

Nicht richtig ist es, den Rasenschnitt einfach unmittelbar am Ufer von Gewässern oder im Böschungsbereich eines Gewässers zu entsorgen. Leider wurde es vermehrt beobachtet, dass gerade Anlieger an Gewässern und Bächen ihren Rasenschnitt oftmals einfach wegkippen.

Das Stadtbauamt, Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe, weist deshalb daraufhin, dass es sich dabei um eine unsachgemäße Abfallentsorgung handelt und der Entsorger eine Ordnungswidrigkeit begeht. Wenn der Rasenschnitt ins Gewässer gekippt wird, handelt es sich sogar um eine strafbare Gewässerverschmutzung. In jedem Fall muss man mit einer Geldbuße rechnen. 

Durch den Klimawandel muss zukünftig in den Sommermonaten verstärkt mit Starkregenereignissen gerechnet werden. Diese massiven Regenfälle können innerhalb kurzer Zeit dazu führen, dass selbst kleine Bäche und Gräben zu reißenden Sturzbächen werden. Durch diese Sturzfluten kann im Bach entsorgter Unrat oder am Gewässerufer gelagertes Material wie Holz, Bretter oder Ähnliches mitgerissen werden. An Brücken und Rohrdurchlässen sammelt sich dieses Treibgut und führt zu Rückstaus und Überschwemmungen. Kommt an zugesetzten Brücken noch zusätzlich Rasenschnitt und Laub an, werden die Brücken regelrecht verschlossen.