Donnerstag, 11. August 2022

Fairer Treff beim Kulturufer am 6. August

Der Verein Eine Welt Friedrichshafen hatte zum Fairen Treff auf dem Kulturufer geladen.
Zwei Frauen und ein Mann beim Fairen Treff.
Von links: Danijela Palos, Erster Bürgermeister Fabian Müller und Margret Halder

Fairhandels-Interessierte trafen sich am zweiten Kulturufer-Samstag zum Gespräch mit Erstem Bürgermeister Fabian Müller im Biergarten des Getränkezelts „Kult“. Bei angenehm, kühlen Temperaturen begrüßten Hubert Mangold, Vorstand des Vereins Eine Welt, und Danijela Palos, GF Weisser GbR des Getränkezelts „Kult“, die Gäste. Danijela Palos ist im Hauptberuf Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Schreienesch und leitet dort die Fairtrade-AG.

Die Stadt Friedrichshafen unterstützt den Fairen Handel seit vielen Jahren aktiv und arbeitet als zertifizierte „Fair-Trade“-Stadt eng mit dem Verein Eine Welt zusammen, wie Erster Bürgermeister Fabian Müller beim Fairhandels-Treff betonte: „Klimawandel und Nachhaltigkeit sind die Themen unserer Zeit. Deshalb haben wir mit dem Gemeinderat auch einen FN-Nachhaltigkeits-Check eingeführt, um Vorhaben der Stadt bereits ganz am Anfang zu prüfen und eine gute Entscheidungsgrundlage zu finden.“

Bei dem Treff wurden zwei beispielhafte Projekte im Bereich Fairer Handel und Klimaschutz vorgestellt: Das Regenwaldprojekt des Regenwald Instituts in Freiburg und das Agroforstprojekt der WeltPartner eG aus Ravensburg. Der Weltladen Friedrichshafen unterstützt beide Projekte.

Das Regenwaldinstitut in Freiburg hat inzwischen 2400 Hektar Regenwald im Herzen Amazoniens erworben. Auf den Flächen sollen Dorfbewohner angesiedelt werden, die durch das Sammeln von Nicht-Holz-Waldrohstoffen ihr Einkommen erzielen und zugleich den Regenwald schützen. Um das Projekt zu unterstützen, übernahm der Verein Eine Welt 2018 mit der Gemeinschaftsschule Schreienesch die Patenschaft für drei Hektar Regenwald.

Beim zweiten Projekt dreht sich alles um das Land Burundi: Mit dem Verkauf des Café Burundi im Weltladen wird das Agroforstprojekt der WeltPartner eG in Ravensburg unterstützt: Seit 2014 Kaffee importiert die Fairhandelsgenossenschaft WeltPartner Kaffee aus Burundi. Das Land mit seinen etwa 11,5 Millionen Einwohnern ist mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 260 US-Dollar das ärmste Land der Welt. 85 Prozent der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Ein riesiges Problem von Burundi liegt in der Bodenerosion: Der Verlust von fruchtbaren Boden bedeutet noch weniger Erträge und somit weniger Einkommen.

Der Bio-Anbauverband Naturland und WeltPartner fördern mit den Partnern vor Ort die Umstellung auf ökologischen Kaffeeanbau. Durch Pflanzung von Schattenbäumen soll die Bodenerosion zu verhindert werden. Im Schatten der Bäume können die Familien ihr Gemüse für den Eigenbedarf anpflanzen. Auch auf dem Kulturufer wurde der Burundi-Kaffee beim Getränkezelt „Kult“ ausgeschenkt.

Weitere Infos zum Verein Eine Welt e. V. unter www.weltladen-fn.de, zur Nachhaltigkeit bei der Stadt Friedrichshafen unter www.fairtrade.friedrichshafen.de

Quelle: Verein Eine Welt Friedrichshafen e. V.